Unterschenkelhülsenapparat

Nach einem Hirnschaden, wie beispielsweise dem Schlaganfall, haben viele Patienten mit Halbseitenlähmungen, schlaffen Muskeln (Hypotonie) und Fehlstellungen in Füßen und Beinen
zu kämpfen. Das Laufen muss mühsam wieder erlernt werden.

 

Schlaffe Muskeln und Fehlstellungen im Fuß erschweren das Lauftraining. Gefahr hierbei: das Umknicken. Bänderdehnungen, Fehlstellungen und Belastungen, falsche Wahrnehmung des Untergrundes oder sogar dauerhafte Bänderschäden (Spitzfußstellung und Hyperextension im Kniegelenk) können auftreten. Auch belastend: Seelische Last bei ausbleibendem Fortschritt.

 

Vorgefertigte Standard-Schienen können bei Fuß-Fehlstellungen, Steh- und Laufübungen nur bedingt helfen. Die Bad Neustädter Schiene (Unterschenkelhülsenapparat) hält den Fuß in der korrigierten Stellung. Durch ihr maßangepasstes und eng anliegendes Fußteil wird ein ungewolltes Umknicken verhindert. Ein guter Heilungserfolg ist sicher-gestellt. Viele Patienten tragen die Bad Neustädter Schiene deshalb bereits frühzeitig bei allen Steh- und Laufübungen.

Den Erfolg belegen Praxistests: Im Vergleich zu anderen Schienen können Patienten mit der Bad Neustädter Schiene wesentlich schneller, weiter und sicherer laufen. Der Patient ist wieder selbstständig.

 

Der Unterschenkelhülsenapparat wird für jeden Patienten individuell angefertigt. Durch einen Gipsabdruck liegt er wie eine zweite Haut an. Dies garantiert einen angenehmen Tragekomfort und eine hohe Laufsicherheit und Laufstabilität. Der Unterschenkelhülsenapparat wurde von Orthopädiemechaniker-meister Oliver Traub in Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik Bad Neustadt an der Saale sowie einer Therapeutin aus den USA entwickelt.

 

Andreas und Oliver Traub haben die Schiene in den letzten Jahren innovativ weiterentwickelt und den Bedürfnissen von Patienten in neurologischen Kliniken angepasst. Inzwischen hat das Sanitätshaus Traub bereits über 2.000 zufriedene Patienten mit der Bad Neustädter Schiene professionell versorgt.

 

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