Wernecker Schuh


Die bisher bekannten Vorfußentlastungsschuhe, die seit den Achtzigerjahren eingesetzt werden, helfen nur bedingt.

 

Bis der Heilprozess abgeschlossen ist, müssen Patienten auf der Ferse laufen und sind auf Krücken angewiesen. Auch Autofahren ist mit solchen Schuhen nicht möglich. Der Grund: Bei den heute üblichen Fußoperationen werden Knochen im Vorfußbereich (Mittelfußknochen und Zehenknochen) durchtrennt und durch Schrauben oder Drähte in korrigierter Stellung wieder zusammengefügt.

 

Bis die Knochen zusammengewachsen sind, ist der Fuß zwischen drei und sechs Wochen, teilweise sogar bis zu zwölf Wochen, nur leicht belastbar.

 

Das ist unter anderem bei der operativen Behandlung des Hallux valgus der Fall. Der Hallux valgus wird, wegen des Schiefstands der großen Zehe, auch Spreizfuß genannt. Im Volksmund ist er als Frostballen bekannt. In über 90 Prozent aller Fälle sind Frauen betroffen. Die Hauptursache ist meist zu lange getragenes, falsches Schuhwerk.

 

Bereits schnell nach Operationen im vorderen Fußbereich können Patienten den Fuß mit dem Wernecker Schuh wieder völlig schmerzfrei voll belasten. Laufen und sogar Auto fahren, ist damit kein Problem mehr. Der Wernecker Schuh ist vorne geschlossen und lässt sich auch mit Verband leicht anziehen.

Entwickelt wurde der patentierte Wernecker Schuh von Prof. Dr. med. Christian Hendrich (Orthopädisches Krankenhaus Schloss Werneck)und Orthopädiemechanikermeister Oliver Traub (Sanitätshaus Traub, Schweinfurt).